Stuttgart 21: Bahn weist Vorwurf mangelnder Kapazität zurück

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Deutsche Presse-Agentur

Die Bahn hat den Vorwurf mangelnder Kapazität des künftigen Tiefbahnhofs Stuttgart 21 zurückgewiesen. Die „Stuttgarter Zeitung“ (Mittwoch) berichtet über einen entsprechenden Brief des Konzernbevollmächtigten der Bahn in Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, der auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin weist Krenz den Vorwurf zurück, die geplante Infrastruktur in Stuttgart sei „für den vom Bundesverkehrsministerium angestrebten Deutschland-Takt im Bahnverkehr nicht geeignet und somit auch nicht zukunftsfähig“.

Der derzeit vorliegende Entwurf des Deutschland-Takts sehe für den Stuttgarter Hauptbahnhof ein Grundangebot von 36,5 Fern- und Regionalzügen pro Stunde vor, schreibt Krenz. Das seien zwei Drittel mehr als heute. Zwischen Mannheim, Stuttgart und Ulm seien dabei mindestens drei Fernzüge pro Stunde und Richtung vorgesehen. Der künftige Hauptbahnhof sei „bei einer entsprechenden Optimierung der Zulaufstrecken auch außerhalb der Region Stuttgart für eine künftige Verdoppelung der Fahrgastzahlen und somit für einen angestrebten Deutschland-Takt bestens gerüstet“.

Hinter dem „Deutschland-Takt“ steckt ein System mit besser abgestimmten Umsteige-Verbindungen. Die Bundesregierung will das Zugfahren dadurch pünktlicher, schneller und verlässlicher machen. Der SWR hatte berichtet, dass der neue Tiefbahnhof in Stuttgart zu wenig Gleise habe, um zum Beispiel den geplanten 30-Minuten-Takt auf wichtigen Verkehrsachsen zu ermöglichen. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) brachte deshalb einen „Kopfbahnhof light“ ins Spiel: Ein Teil des oberirdischen Kopfbahnhofes könnte erhalten bleiben, um Engpässe im Tunnel auszugleichen.

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