Strobl zum „Brücken-Lockdown“: „Laschet liegt richtig“

Thomas Strobl
CDU-Bundesvize Thomas Strobl in Stuttgart. (Foto: Christoph Schmidt / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

CDU-Bundesvize Thomas Strobl unterstützt die Forderung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) nach einem schnellen und harten „Brücken-Lockdown“. „Laschet liegt richtig. Jetzt ist bundesweit schnelles und konsequentes Handeln notwendig“, sagte Strobl am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. „Jeder Tag, an dem nicht gehandelt wird, ist ein verlorener Tag.“ Dass Deutschland im internationalen Vergleich bei der Sieben-Tage-Inzidenz nicht schlecht dastehe, sei der Disziplin und der Vernunft der Menschen zu verdanken. Das dürfe nun nicht verspielt werden.

„Bis die Impfungen in der Breite angekommen sind, braucht es nochmal diesen Kraftakt, um die bisherigen Erfolge in der Pandemiebekämpfung zu sichern“, betonte Strobl. „Die Impfungen sind die große Hoffnung - und ein harter Lockdown kann die Brücke sein, die bis dahin trägt.“ Strobl sagte, er habe selbst vorletzte Woche einen harten Lockdown gefordert. „Wenn wir mit einer ordentlichen Inzidenz deutlich unter 100 an den Punkt kommen, an dem größere Teile der Bevölkerung geimpft sind, können wir langsam zu einem normaleren Leben zurückkommen.“

Der CDU-Bundesvorsitzende Laschet hatte vorgeschlagen, im Kampf gegen die dritte Corona-Welle einen sogenannten Brücken-Lockdown zu beschließen. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien. Konkret solle der Lockdown zwei bis drei Wochen dauern.

Im Staatsministerium von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält man allerdings nicht viel von Laschets Vorstoß. „Was da bisher im Gespräch ist, ähnelt doch sehr der bestehenden Beschlusslage der MPK“, teilte eine Sprecherin mit. „Die genannten Instrumente sind in der der Notbremse schon vorgesehen: Ausgangsbeschränkungen, mehr Homeoffice und konsequente Kontaktbeschränkungen. Sie müssen nur umgesetzt und angewendet werden.“

© dpa-infocom, dpa:210406-99-102416/4

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Hier finden Sie freie Impftermine in der Region

Die Zwangspause ist vorbei: Wochenlang hat die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zu Jahresbeginn Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Der Erfolg war groß. Doch als die Schere zwischen den wenigen Impfstoff-Lieferungen und der starken Nachfrage nach Terminen immer größer wurde, musste der Service für einige Wochen eingestellt werden.

Das ist jetzt vorbei, die Impftermin-Ampel ist wieder da. Sie zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt.

 Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca.

Keine Astrazeneca-Freigabe für alle: Deshalb macht es Baden-Württemberg anders als Bayern

Drei Bundesländer haben den Impfstoff von Astrazeneca inzwischen für alle Altersgruppen freigegeben, Baden-Württemberg gehört nicht dazu. Es sei derzeit keine Aufhebung der Priorisierung für den Impfstoff von Astrazeneca geplant, teilt eine Sprecherin des Sozialministeriums auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mit.

Das Ziel heiße weiter: Schutz für diejenigen Menschen, die ihn am dringendsten brauchen, heißt es in der Antwort weiter.

 Symbolfoto

Polizei hat Verdacht für Ursache von tödlichem Arbeitsunfall

Tödlich verunglückt ist am Dienstag ein 38-Jähriger auf einer Baustelle in Schwendi. Der Unfall ereignete sich in einem Rohbau. Nach Angaben der Polizei arbeitete der Mann in etwa sechs Meter Höhe in einem Metallkorb. Dieser war an einem Kran befestigt.

Laupheimer Drehleiter im Einsatz Aus bislang unbekannter Ursache lösten sich wohl die Spanngurte, die den Korb hielten. Der Mann stürzte in die Tiefe und schlug auf einen Betonboden auf.

Mehr Themen