Strobl weicht Frage nach Personaldebatte in der Union aus - außer bei Laschet

Landespolitische Korrespondentin

Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl will sich vorerst nicht zu Personalfragen innerhalb der Partei äußern. „Personelle Fragen bespreche man in den Führungsgremien der CDU, wenn sie anstehen“, sagte er am Dienstag in Stuttgart.

Auf die Frage nach seiner eigenen Zukunft an der Spitze der Partei in Bund und im Land sagte er: „Ich bin wie eine Ameise. Ich schaffe Ordnung im Wald. In Baden-Württemberg und im Bund.“

Die CDU müsse sich jetzt vor allem inhaltlich positionieren und die wichtigsten Themen für die nächsten Jahre identifizieren. Dafür sollen auch die Mitglieder stärker eingebunden werden. „Wir hören jetzt einmal sehr ausführlich zu.“

Strobl sieht Laschet nicht mehr als Kanzler

Strobl positionierte sich erneut zu Jamaika: „Ich bin der Meinung, dass das gut wäre. Es wäre ein breites Bündnis für die anstehenden Fragen der Zukunft - Klimaschutz, Digitalisierung, Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Chance, dass sich das realisieren wird, schätze ich aber als sehr gering ein.“

Laschet sei noch immer der Bundesvorsitzende und damit der erste Ansprechpartner für dieses Thema. Falls es doch zu einer Jamaika-Koalition kommt, sieht Strobl Laschet jedoch nicht als Kanzler. „Falls Jamaika sich realisieren würde, wäre er nicht automatisch der Kanzlerkandidat. Das ist für mich ein Teil des angekündigten Rückzugs.“

Die Indiskretionen während der Vorsondierungen mit Grünen und der FDP bezeichnete Strobl als „indiskutabel“. „Das ist ein unhaltbarer Zustand. Das müssen wir dringend abstellen.“

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