Steuerzahlerbund will Bürgerentscheid bei Opernsanierung

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Opernhaus Stuttgart
Opernhaus Stuttgart: Blick in den Zuschauerraum. (Foto: Bernd Weissbrod / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Bund der Steuerzahler fordert in der Debatte um die milliardenschwere Sanierung der Stuttgarter Oper einen Bürgerentscheid. Man müsse sich die finanzielle Dimension des Projektes vergegenwärtigen, sagte der Präsident der Organisation, Zenon Bilaniuk, der Deutschen Presse-Agentur.

Der städtische Anteil an dem Sanierungsprojekt belaufe sich auf voraussichtlich 500 Millionen Euro. „Das bedeutet, dass jeder Stuttgarter, von Säugling bis zum Greis, rund 800 Euro aufbringen muss, um die Sanierung zu stemmen.“

Es geht hier um Steuergelder in beträchtlicher Höhe und um eine Entscheidung, die Stuttgart über Jahrzehnte prägen wird. 

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) 

Eine vierköpfige Familie trage rechnerisch 3200 Euro. Und die ebenfalls steuerfinanzierte halbe Milliarde Euro des Landes sei in diesen Zahlen noch nicht enthalten.

Er verstehe nicht, warum Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) kein Votum der Bürger einholen wolle. „Es geht hier um Steuergelder in beträchtlicher Höhe und um eine Entscheidung, die Stuttgart über Jahrzehnte prägen wird.“

Kosten von mehr als einer Milliarde Euro

Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte sich schon dafür ausgesprochen, dass die Opernsanierung von der Politik gestaltet wird.

Nach den Plänen von Stadt und Land könnten die Sanierung der Oper und der Bau eines Übergangsgebäudes mehr als eine Milliarde Euro kosten. Die Bauarbeiten sollen fünf Jahre bis sieben Jahre dauern und nicht vor 2025 beginnen.

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