Staufen muss sich dauerhaft vor Gebäuderissen schützen

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Plakat an beschädigter Fassade: «Staufen darf nicht zerbrechen»
Über Riss in Hausfassade klebt Plakat mit der Aufschrift „Staufen darf nicht zerbrechen“. (Foto: Patrick Seeger / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach missglückten Geothermiebohrungen in Staufen bei Freiburg rechnet das Land mit dauerhaft erforderlichen Gegenmaßnahmen. Das Abpumpen von Grundwasser aus dem Boden werde fortgesetzt werden müssen, sagte der Präsident des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Jörg-Detlef Eckhardt, in Freiburg. Ein Ende sei nicht abzusehen. „Wir werden vermutlich immer pumpen müssen“, sagte er. Werde der Pumpbetrieb eingestellt, komme wieder Wasser in eine Erdschicht, die sich in Gips verwandle und aufquelle. Dies sorge dann für Erdbewegungen, die eine Gefahr für Gebäude seien. Durch das Abpumpen von Grundwasser werde dieses Risiko eingegrenzt.

In Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) sind durch Bodenhebungen im historischen Ortskern etwa 270 Gebäude beschädigt worden, zwei Häuser mussten bereits abgerissen werden. Als Ursache gilt eine missglückte Erdwärmebohrung im Sommer 2007. Der bisherige Schaden wird von der Gemeinde auf mehr als 50 Millionen Euro geschätzt.

Staufen

Infos der Stadt zu den Hebungsrissen

Verein der Geschädigten

Stiftung zur Sanierung der Staufener Gebäude

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Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

Informationen des Ministeriums zur Geothermie

Bundesverband Geothermie

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