Stümperhaftes Vorgehen endete im Ella-Debakel

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Stümperhaft
Stümperhaft (Foto: Roland Rasemann)
VonKara Ballarin

Kein Vertrag, unprofessionelles Projektmanagement, utopisch kurze Entwicklungszeit: Was der Rechnungshof in seinem Gutachten zum Ella-Debakel feststellt, ist im Detail nicht neu.

Die Summe der Fehler, zusammengefasst auf 85 Seiten, macht aber deutlich wie nie, wie stümperhaft das Land mit dem digitalen Leuchtturmprojekt umgegangen ist – allen voran Kultusministerin Susanne Eisenmann als Auftraggeberin. Sie hätte die Zügel deutlich straffer halten müssen. Der SPD eine Mitschuld geben zu wollen, wie sie es in der Vergangenheit tat, weil diese schon 2015 erste Pläne für eine Bildungsplattform schmiedete, ist falsch.

Erfreulich ist Eisenmanns Transparenz: Sie hat das Gutachten direkt auf der Webseite des Kultusministeriums veröffentlicht. Bleibt zu hoffen, dass sie und die anderen Verantwortlichen aus dem Fiasko lernen.

k.ballarin@schwaebische.de

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