SPD unterstützt Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und fordert begleitende Hilfe für Bauern

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Biene auf einer Blüte
Am Volksbegehren „Rettet die Bienen“ scheiden sich die Geister: Doch Gegner und Befürworter sind gesprächsbereit. (Foto: dpa)
Landes-Korrespondentin

Ja zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ - Dafür hat sich die Südwest-SPD beim Parteitag am Samstag in Heidenheim ausgesprochen. Die Delegierten folgten einem Antrag des Kreisverbands Bodenseekreis, wonach die Bauern mehr Hilfe bekommen sollen auf dem Weg, die Ziele des Volksbegehrens umzusetzen.

„Nicht die Landwirte tragen die Schuld am Artensterben, sondern das System und das Umfeld, in dem sie arbeiten“, heißt es im Antrag vom Bodensee. Deshalb sprechen sich die Genossen für eine Förderung von Bauern ein, deren Existenz von den Vorgaben des Volksbegehrens bedroht seien.

Wenn mit dem Volksbegehren "Rettet die Bienen" die Natur gestärkt werden soll, warum haben dann viele Landwirte etwas dagegen? Und was passiert eigentlich, wenn genügend Unterschriften zusammenkommen - kommt dann das Gesetz automatisch? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Erklärvideo.

Demnach sollen etwa rückläufige Erträge „durch finanzielle Anreizsysteme“ kompensiert werden. Wer sich als Landwirt aktiv für den Artenschutz einsetzt, soll dabei unterstützt werden. Wie genau das passieren soll, bleibt im Papier offen.

Auch soll der Markt für Bio-Lebensmittel angekurbelt werden, um den Bauern einen Anreiz zur Umstellung von konventioneller auf ökologischer Landwirtschaft zu geben. Das soll unter anderem, dadurch gelingen, dass die Bauern bei der Direktvermarktung unterstützt werden.

Ein Aktionsbündnis sammelt derzeit Unterschriften für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Unter anderem fordern die Organisatoren von „Pro Biene“, die auch von Umweltverbänden wie BUND und Nabu unterstützt werden, dass bis 2035 die Hälfte der Flächen im Südwesten ökologisch bewirtschaftet werden.

Außerdem soll der Anteil der mit Pestiziden belasteten Flächen bis 2024 halbiert werden. Gerade Bauern mit sensiblen Produkten wie Obst, Wein und Hopfen sehen sich durch die Vorgaben in ihrer Existenz bedroht.

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