Sparkassenpräsident: Bargeldkultur ist Ausdruck von Freiheit

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Deutsche Presse-Agentur

Baden-Württembergs Sparkassenpräsident Peter Schneider betrachtet die Liebe der Bundesbürger zum Bargeld als einen Ausdruck von Unabhängigkeit.

Hinter der deutschen Bargeldkultur stehe „letztlich ein Freiheitsbegriff“, sagte Schneider der Deutschen Presse-Agentur. Er finde sich darin auch selber wieder. „Ich will auch mal eine Bezahlung machen können, die nicht in irgendeinem System dokumentiert wird.“ Schneider betonte: „Mir sind Leute sympathisch, die sagen: Ich lege noch Wert auf Bargeld, ich bestimme das Zahlsystem.“

Sparkassenpräsident Peter Schneider
Peter Schneider, der Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg. (Foto: Bernd Weissbrod / DPA)

In Deutschland ist Bargeld nach wie vor sehr beliebt, auch wenn die Alternativen steigen. Abseits von Bezahlkarten sind auch mobile Bezahlverfahren wie Apple Pay oder Google Pay auf dem Vormarsch. Dennoch kann man in vielen Taxis, Restaurants oder Bars weiter nur bar bezahlen.

Aus Sicht Schneiders müssen die Menschen weiter die Möglichkeit haben, ihre Einkäufe bar zu bezahlen. Dabei gehe es nicht vordringlich um die Frage, ob man etwas zu verbergen habe. Er finde schon den Ansatz, „dass ich mich dauernd rechtfertigen soll, wenn ich bar bezahlen will“, ungerechtfertigt.

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg vertritt die Interessen von mehr als 50 Sparkassen sowie deren kommunalen Träger im Südwesten.

Pro & Contra: Bargeld abschaffen

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