Spannender Abstiegskampf: Bielefeld gewinnt dank Eigentor

Freiburgs Yannik Keitel (l) und Bielefelds Masaya Okugawa
Freiburgs Yannik Keitel (l) und Bielefelds Masaya Okugawa kämpfen um den Ball. (Foto: Friso Gentsch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Nikolai Huland und Jan Mies

Arminia Bielefeld hat die Konkurrenz im Abstiegskampf dank eines hart erkämpften Sieges stark unter Druck gesetzt. Der engagierte Aufsteiger bezwang am Freitagabend einen schwachen SC Freiburg mit 1:0 (0:0) und zog in der Tabelle der Fußball-Bundesliga zumindest vorerst auf Rang 14 vorbei am 1. FC Köln, dem FSV Mainz 05 und an Hertha BSC. Für die Arminia endete durch ein Eigentor von Freiburgs Baptiste Santamaría (68.) eine Serie von vier Heimspielen ohne Treffer.

„Ich glaube, etwas Besseres gibt es nicht“, sagte Arne Maier bei DAZN. „Die anderen Mannschaften konnten uns zugucken, drei Punkte zu holen. Das wird in der Kabine auch noch ein bisschen gefeiert.“ Sein Team habe es „sehr, sehr gut gemacht“. Jetzt gehe es am Samstag aufs Sofa, „und dann entspannt um 15.30 Uhr Bundesliga gucken“.

Der Sport-Club erlitt dagegen einen Rückschlag im Rennen um Platz sieben, der zur Europapokal-Qualifikation reichen könnte. „Ich habe das Tor nicht genau gesehen, aber ich glaube, es war wieder so eine abgefälschte Murmel, da haben wir das Pech am Schlappen“, sagte Christian Günter. „Das ist echt bitter.“

Die Bielefelder, die im Abstiegskrimi der Vorwoche beim FSV Mainz 05 einen Punkt geholt hatten, begannen die Partie mit hohem Pressing und großer Laufbereitschaft. Trainer Frank Kramer stand fast durchgehend am Rand seiner Coaching-Zone und gab Anweisungen. Ritsu Doan kam zum ersten Abschluss der Partie (4.), nach vier gewonnen Kopfballduellen prüfte Andreas Voglsammer SC-Torwart Florian Müller per Direktabnahme (14.).

Der Sport-Club, der in der Hinrunde gegen Bielefeld eine Siegesserie eingeleitet hatte, wirkte ballsicherer, entwickelte aber zunächst zu wenig Druck. Die - allerdings sehr gute - Chance von Roland Sallai, dessen Schuss knapp am Pfosten vorbei strich (17.), blieb lange die beste Gelegenheit der Gäste. SC-Trainer Christian Streich musste auf den italienischen Nationalspieler Vincenzo Grifo nach dessen Corona-Infektion sowie die gesperrten Angreifer Lucas Höler und Ermedin Demirovic verzichten.

Dass Nils Petersen, der in der 69. Minute eingewechselt wurde, dennoch zu Beginn nur auf der Bank saß, hatte Streich kurz vor dem Anpfiff mit den überragenden Joker-Qualitäten des 32-Jährigen begründet. Es könne sehr wichtig sein, „wenn er 30 oder 45 Minuten voll Power gehen kann mit seiner Abschlussstärke“, sagte Streich bei DAZN. Während der Partie sah der Coach Schwächen im Spielaufbau seiner Mannschaft.

Freiburg versuchte oft, über die schnellen Außenspieler Jonathan Schmid und Christian Günter dem Bielefelder Strafraum nahe zu kommen. Dort stand die Abwehr der Ostwestfalen aber weitestgehend sicher, so dass die Arminia in die in dieser Saison seltene Pflicht geriet, aus der eigenen Hälfte heraus das Tempo bestimmen zu müssen. „Kommt raus, raus“, rief Kramer von der Seitenlinie.

Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Gäste mehr Spielanteile, die Partie wurde mehrfach durch kleine Fouls unterbrochen. Beide Trainer wirkten nach gut einer Stunde wenig zufrieden, Torabschlüsse aus dem Spiel heraus wie von Voglsammer (65.) waren selten - entsprechend fiel die Bielefelder Führung im Anschluss an eine kurz ausgeführte Ecke. Santamaría lenkte den Schuss von Masaya Okugawa ins eigene Tor. Das vermeintliche 2:0 wenig später wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Voglsammer vergab noch aus aussichtsreicher Position (86.).

© dpa-infocom, dpa:210410-99-149596/2

Bundesliga-Spielplan

Tabelle

Informationen zum Spiel

Arminia Bielefeld

SC Freiburg

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Enten auf dem Bodensee

Entendrama am Bodensee: „Manchmal kann die Natur auch grausam sein“

Es ist eine dramatische Szene, die Rony Elimelech in Konstanz am Ufer filmt: Zwei Erpel greifen eine Entendame an und wollen sie beide begatten. Ihr Partner versucht, sie zu beschützen. Der Kampf dauert einige Minuten an Land und auch im Wasser. Bis ein Blässhuhn eingreift. Ein Verhaltensbiologe vom Max-Planck-Institut Radolfzell hat eine Erklärung für das Verhalten.

„Manchmal kann die Natur auch grausam sein“, schreibt Elimelech zu seinem Video, das er in der Facebook-Gruppe „Du bist aus Konstanz, wenn.

Trotz Corona hatten die Lindauer Hotels ein erfolgreichen Sommer 2020. Jetzt haben die meisten geschlossen und warten ab. Einige

Landkreis Lindau lockert Corona-Regeln: Das gilt ab Montag

Lockerungen im Landkreis Lindau: Am Montag, 10. Mai, dürfen Außengastronomie, Kultureinrichtungen, Kinos und Sportstätten öffnen. Das bestätigte das Landratsamt am Freitagnachmittag. Dieser Schritt des Landratsamtes greift der offiziellen Erlaubnis der Staatsregierung voraus, und gibt Unternehmern und Vereinen Rechtssicherheit.

Im Landkreis Lindau liege die Sieben-Tages-Inzidenz seit Mittwoch, 28. April, ohne Unterbrechung unter dem Wert von 100.

Mehr Themen