Andrea Pauly

Wie viele Kinder unter einem Jahr werden nicht zuhause, sondern in einer Krippe betreut? Und wie war das vor zehn Jahren? Wie viele Kinder mit Migrationshintergrund besuchen die Kitas im Land? Ein Überblick.

Kinder unter drei Jahren 

Eine spürbare Veränderung gab es vor allem bei der Betreuung der jüngsten Kinder. 2007 wurden von 100 Kindern der Altersgruppe unter drei Jahren in Baden-Württemberg nicht einmal zehn in Tageseinrichtungen betreut (9,5 Prozent). Zehn Jahre später war fast ein Viertel aller Kinder unter drei Jahren in einem Kindergarten oder einer Krippe (24,1 Prozent) versorgt. Der Anteil von U3-Kindern bei Tageseltern ist gering geblieben: von 2,1 Prozent im Jahr 2007 ist die Zahl in zehn Jahren auf 3,7 Prozent gestiegen.

Kinderbetreuung in Zahlen

In den großen Städten Baden-Württembergs gehen die meisten Jungen und Mädchen dieser Altersgruppe in eine Betreuung:

  • in Stuttgart 37 Prozent,
  • in Freiburg 42 Prozent, 
  • in Heidelberg 47,9 Prozent. 

Die wenigsten Kleinkinder dieser Altersgruppe (jeweils 18,8 Prozent) werden in Pforzheim und Schwäbisch Hall außerhalb der Familie betreut. Der Landesdurchschnitt liegt bei 27,7 Prozent. 

Besuchsquoten der Kinder unter drei Jahren in der Region

  • Alb-Donau-Kreis 19,3 Prozent
  • Biberach 21,1 Prozent
  • Tuttlingen 21,1 Prozent
  • Sigmaringen 21,1 Prozent
  • Ostalbkreis 21,9 Prozent
  • Ravensburg 22,8 Prozent
  • Bodenseekreis 28,7 Prozent
  • Ulm 31,5 Prozent
  • Konstanz 31,8 Prozent

Klassisches Kindergartenalter

Stabil ist der Anteil der Kinder im klassischen Kindergartenalter: Im Jahr 2007 besuchten rund 93 von 100 Kindern zwischen drei und sechs Jahren einen Kindergarten. 2017 waren es 94,4 Prozent, nur knapp unter dem Rekordwert von 95 Prozent im Jahr 2011. 

Die Allerkleinsten

Eine spürbare Veränderung hat es auch bei der Betreuung von Kindern unter einem Jahr gegeben: Immer mehr Kinder dieses Alters verbringen nicht den ganzen Tag in der Familie. Im Jahr 2017 besuchten 836 Kinder unter einem Jahr eine Krippe. Im vergangenen Jahr waren es mehr als doppelt so viele: 1786 Jungen und Mädchen kamen schon vor dem ersten Geburtstag in eine Betreuung.  

Kinder mit anderssprachigen Eltern

Die Zahl der Kindergartenkinder, in deren Familien nicht vorrangig Deutsch gesprochen wird, ist seit 2007 stetig gestiegen: Vor zehn Jahren waren es 18,4 Pozent der Jungen und Mädchen in den Kitas, im vergangenen Jahr waren es 24,3 Prozent

Höher ist der Anteil der Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist: Sie machten im Jahr 2007 noch 30,8 Prozent der Jungen und Mädchen in baden-württembergischen Kindergärten aus, im vergangenen Jahr waren es 38 Prozent. 

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