Ein Richterhammer aus Holz
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. (Foto: Uli Deck/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Im Prozess um die mögliche Sicherungsverwahrung des Haupttäters im sogenannten Zementmord-Fall vor elf Jahren werden heute die Plädoyers erwartet. Ist der heute 29-Jährige auch nach Absitzen seiner Jugendstrafe von zehn Jahren noch so gefährlich, dass er weiter weggeschlossen bleiben muss? Nicht mal die beiden psychiatrischen Sachverständigen sind sich da einig: Einer hielt die Anordnung der nachträglichen Sicherungsverwahrung in seinem Gutachten für vertretbar, der andere nicht.

Während der eine einen „hochproblematischen Haftverlauf“ sieht und sagt, die schweren seelischen Störungen des 29-Jährigen hätten sich während der Haft verfestigt, betonte der andere, der Mann sei in Haft anderen gegenüber nicht entscheidend gewalttätig gewesen.

Laut Urteil des Landgerichts hat der 29-Jährige im Sommer 2007 mit zwei Komplizen einen 19-jährigen Gymnasiasten in einen Hinterhalt gelockt und erschlagen. Seine Leiche zerstückelten sie, betonierten die Teile in Blumenkübel ein und versenkten diese im Neckar. Der Fall wurde später oft als „Zementmord“ bezeichnet. Die Mittäter sind inzwischen wieder frei. Bei dem 29-Jährigen will die Staatsanwaltschaft dies verhindern: Von ihm gehe weiterhin eine hochgradige Gefahr aus, heißt es in der Anklage.

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