Schwäbischer Whisky darf nicht „Glen Buchenbach“ heißen

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Eine Flasche des Whiskys «Glen Buchenbach» steht auf einem Tisch
Eine Flasche des Whiskys „Glen Buchenbach“ steht auf einem Tisch. (Foto: Sebastian Gollnow/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der nahe Stuttgart gebrannte Whisky „Glen Buchenbach“ aus der Waldhornbrennerei Klotz in Berglen darf nicht länger so heißen. Das Landgericht Hamburg urteilte am Donnerstag, dass mit dem Namensbestandteil „Glen“ die besonders geschützte geografische Angabe „Scotch“ beeinträchtigt werde und folgte damit einer Klage der schottischen Whisky-Produzenten. Das bestätigte ein Gerichtssprecher in Hamburg.

Durch die EU-Spirituosenverordnung werde nicht allein die direkte Verwendung der geografischen Herkunftsbezeichnung geschützt, sondern auch angrenzende irreführende Bezeichnungen. Dabei sei auf das einzelne Wort abzustellen, nicht auf den Gesamteindruck des Produkts.

Klarstellende Hinweise auf der Verpackung zur Herkunft seien nicht ausreichend. Die meisten Whiskys in Europa mit dem Namensteil „Glen“ seien jedoch schottischen Ursprungs.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte den Fall (Rechtssache C44/17) bereits im Juni vergangenen Jahres auf dem Tisch und hatte ihn an die deutsche Justiz zurückgeschickt.

Erster Whiskey aus dem Landkreis Biberach

Er ist goldbraun, sein Geschmack meistens leicht rauchig: Die Rede ist von Whiskey. Den ersten seiner Art im Landkreis Biberach hat Clemens Lutz aus Ummendorf gebrannt. Die ersten Versuche hat der 28-Jährige schon vor einigen Jahren gemacht, seit ein paar Wochen ist sein Whiskey nun auf dem Markt…

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