Uwe Timm
Uwe Timm. (Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Schriftsteller Uwe Timm (78, „Ikarien“) ist in Mannheim mit dem Schillerpreis der badischen Stadt geehrt worden. Der in Hamburg geborene Autor erhielt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am Sonntag bei einem Festakt im Nationaltheater.

In seiner Dankesrede erinnerte Timm an die Rolle Mannheims in der Literaturgeschichte. In der Stadt hatte Schiller trotz massiver Widerstände aus dem damaligen Feudalsystem 1782 sein Drama „Die Räuber“ aufgeführt - „was in Stuttgart unmöglich war“, sagte Timm.

Der Mannheimer Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) würdigte den Preisträger als „Persönlichkeit, die durch ihr Schaffen zur kulturellen Entwicklung in hervorragender Weise beigetragen“ habe.

Die Laudatio im Nationaltheater hielt der Autor Moritz Rinke („Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“). Mannheim vergibt den Schillerpreis seit 1954 alle zwei Jahre. Frühere Preisträger waren etwa Friedrich Dürrenmatt, Ida Ehre, Lea Rosh und Dieter Hildebrandt.

Timm ist für Romane wie „Morenga“, „Am Beispiel meines Bruders“ oder „Die Entdeckung der Currywurst“ bekannt. Daneben feierte er auch mit dem Kinderbuch „Rennschwein Rudi Rüssel“ große Erfolge. „Ich staune immer wieder über die Aktualität von Schillers „Räuber““, hatte der in München und Berlin lebende Autor vor der Preisverleihung gesagt.

Satzung des Schillerpreises

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