Susanne Eisenmann
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). (Foto: Bernd Weissbrod/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Was ist gut, was ist böse? Philosophische Fragen wie diese sollen künftig mehr Schüler im Ethikunterricht an den Südwest-Schulen diskutieren können. „Gemeinsam über unsere Normen und Werte zu sprechen, ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Die wachsende Zahl von Schülern, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, müsse eine Alternative erhalten.

Die Landesregierung will den Ethikunterricht an den weiterführenden Schulen schrittweise ausbauen. Dafür soll die Wertevermittlung mit dem Schuljahr 2019/2020 in Klasse 7 beginnen. In den beiden Folgejahren soll der Unterricht in Klasse 6 beziehungsweise in Klasse 5 starten. Kostenpunkt im Endausbau: 21 Millionen Euro pro Jahr.

Bisher wird Ethikunterricht als Ersatzfach für den Religionsunterricht an den Gymnasien ab Klasse 7 und allen anderen weiterführenden Schulen ab Klasse 8 angeboten. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) kündigte auch an, dass nach der Einführung des Ethikunterrichts an den weiterführenden Schulen die Grundschulen in den Blick genommen werden. Dafür erarbeite das Landesinstitut für Schulentwicklung jetzt die Bildungspläne.

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