SCF will „keine Versuche“ wagen: Hochmotiviert nach Berlin

Yannik Keitel am Ball
Freiburgs Yannik Keitel (r) kontrolliert den Ball neben Bielefelds Masaya Okugawa. (Foto: Friso Gentsch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Eigentlich könnte der SC Freiburg es jetzt ja locker angehen lassen. Der Verbleib in der Fußball-Bundesliga ist längst gesichert, der Europapokal kaum noch zu erreichen. Im Nachholspiel bei Hertha BSC an diesem Donnerstag (18.30 Uhr) wären für Trainer Christian Streich also ein paar Experimente möglich. Eigentlich. Denn daran verschwendet der ehrgeizige Coach keinen Gedanken. „Wir machen keine Versuche, weil das auch gar nicht geht, schon gar nicht in der Konstellation“, sagte der 55-Jährige am Dienstag. „Wir spielen jetzt gegen Hertha und Köln, das wäre nicht zu verantworten.“

Was Streich meint: Hertha und der 1. FC Köln kämpfen beide noch um den Klassenerhalt, und die Breisgauer wollen sich unter keinen Umständen dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung aussetzen. In beiden Partien will der SC dementsprechend seine jeweils beste Mannschaft auflaufen lassen. „Wir wollen in Berlin ein richtig gutes Spiel machen. Das ist der Anspruch, nicht mehr oder weniger“, sagte Streich. „Ich freue mich, wenn Berlin in der Liga bleibt. Aber es geht darum, dass man gegen jeden Gegner alles gibt, damit es sportlich fair bleibt. Darum reisen wir hochmotiviert nach Berlin.“

Der Sport-Club wird auch bei der coronageplagten Hertha auf Stammtorhüter Florian Müller setzen. Der nach langer Verletzungspause wiedergenesene Mark Flekken soll noch pausieren, um eventuell in Köln am Sonntag (13.30 Uhr) zu seinem ersten Saisoneinsatz zu kommen. Möglicherweise wird auch Mittelfeldspieler Yannik Keitel in Berlin nicht spielen, weil er im Training laut Streich einen Schlag abbekommen hat. Ansonsten stehen dem Coach alle Spieler zur Verfügung.

Streich rechnet in Berlin mit einem kämpferischen Gastgeber. „Womit sollten wir sonst rechnen? Hertha kämpft um den Klassenerhalt“, sagte er. „Sie werden hochmotiviert sein, aber wir auch. Wir wollen einer Mannschaft, die natürlich auf uns losgehen wird, spielerisch und körperlich richtig Paroli bieten.“ Beim 1:1 am Montag beim FSV Mainz 05 habe die Hertha auf ihn den Eindruck gemacht, die Corona-Quarantäne „ganz gut überstanden“ zu haben, ergänzte der Cheftrainer.

© dpa-infocom, dpa:210504-99-463398/3

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