Für Freiburg geht es auch um Geld

Christian Streich und Jochen Saier
Freiburgs Trainer Christian Streich von mit Sportvorstand Jochen Saier (r). (Foto: Patrick Seeger / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Daniela Frahm

Absteigen wird der SC Freiburg in dieser Saison nicht mehr. Der Europapokal ist für den Tabellenzehnten der Fußball-Bundesliga nach der jüngsten 1:2-Niederlage in Mönchengladbach auch nur noch schwer zu erreichen. Um was geht es für die Mannschaft von Trainer Christian Streich vor dem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) also noch? Zumindest finanziell noch um einiges.

„Da es ab der kommenden Spielzeit spürbar weniger Medienerlöse aus dem neuen Fernsehvertrag gibt, spielt die Platzierung in der - aus verschiedenen Komponenten bestehenden - sogenannten Fernsehgeld-Tabelle natürlich eine wichtige Rolle“, erklärte SC-Sportvorstand Jochen Saier. Je besser die Freiburger also in der Tabelle abschließen, desto mehr Fernsehgeld kassieren sie. „Da die aktuelle Saison Einfluss darauf hat, ist die Platzierung in diesem Jahr für alle Vereine von großer Bedeutung.“

Gegen die Arminia würde der SC auch deshalb gern wieder eine Siegesserie wie in der Hinrunde starten. Beginnend mit dem 2:0 gegen Bielefeld hatte der SC von Dezember bis Anfang Januar fünf Spiele in Serie gewonnen, das war Vereinsrekord in der Bundesliga. „Möglich ist alles, aber das heißt nicht, dass es dadurch wahrscheinlich wird“, sagte Streich am Donnerstag. „Ich bin kein so wahnsinniger Statistiker und mache keine Pläne, wie es ausgehen könnte.“

Dass Streich und seine Mannschaft nach den erreichten 37 Punkten gern noch mehr rausholen würden, war in Mönchengladbach zu sehen. Dass sich der Sport-Club für seinen offensiven Auftritt nicht belohnte, schmerzte deshalb etwas länger. „Es war eine der bittersten und unglücklichsten Niederlagen der letzten Jahre“, gab sich der SC-Coach noch vor der Abreise nach Bielefeld zerknittert. „Wir haben letzte Woche etwas liegenlassen. Wir wollen unbedingt eine gute Saison spielen, und da gehört noch der eine oder andere Punkt dazu.“

Daher ärgert es den 55-Jährigen, dass für die Partie beim Aufsteiger gleich drei seiner besten Offensivleute ausfallen. Lucas Höler und Ermedin Demirovic (beide fünfte Gelbe Karte) sind gesperrt, Vincenzo Grifo ist wegen einer Corona-Infektion weiter in Quarantäne. „Da müssen wir basteln“, sagte Streich.

Die Ausfälle bieten eine Chance für Stürmer Nils Petersen, der nach seiner Corona-Infektion in Gladbach eingewechselt wurde. Bei dem 32-Jährigen gibt es laut Streich nach der Erkrankung „keine Auffälligkeiten, es sieht gut aus“. Auch der Niederländer Guus Til, der beim Heimsieg gegen Augsburg vor der Länderspielpause erstmals zur Startelf gehörte, darf auf einen weiteren Einsatz hoffen.

© dpa-infocom, dpa:210408-99-128051/3

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