Südwest-Polizei speichert nicht bei Amazon: Eigene Lösung

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Ein Polizist mit einer «Body-Cam»
Ein Polizist mit einer „Body-Cam“ ist zu sehen. (Foto: Maja Hitij/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Anders als die Bundespolizei speichert die baden-württembergische Polizei die Aufnahmen von Körperkameras nicht auf Servern des Internet-Giganten Amazon. Die Daten würden auf die lokalen Speicher bei den jeweiligen Polizeirevieren übertragen, wie ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart am Dienstag sagte. Die Server würden von der IT-Verwaltung des Landes betrieben und hätten keine direkte Verbindung zum Internet. „Ein Zugriff auf die Daten von außerhalb des Polizeinetzes ist nicht möglich“, sagte der Sprecher und bestätigte damit mehrere gleichlautende Medienberichte.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Aufnahmen von Körperkameras der Bundespolizei auf Servern von Amazon gespeichert werden. Es handelt sich dabei um eine so genannte Cloudlösung. Das Bundespolizeipräsidium hatte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärt, Amazon sei gegenwärtig der einzige Anbieter, der in Deutschland eine entsprechende vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Cloudlösung zur Verfügung stelle.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, die Lösung für den Südwesten sei nicht ganz einfach gewesen. Die Umsetzung sei ein Grund für die Verzögerung bei der Einführung der Kameras gewesen. Es sei aber wichtig, dass die Daten, die mit der Bodycam aufgenommen würden, über das gesicherte Polizeinetz liefen. Dass die Sicherheitsbehörden unabhängig von kommerziellen Anbietern seien, sei entscheidend.

Bodycams sollen Angriffe auf Beamte dokumentieren. Die Aufnahmen können zudem belegen, dass Beamte rechtmäßig gehandelt haben. Bis Jahresende sollen 2300 der Geräte bei der gesamten Bundespolizei eingeführt werden. Im Südwesten wurde die Stuttgarter Polizei Anfang Februar als erste regulär mit den Kameras ausgestattet. Bis zum Sommer soll jede Streife im Südwesten eine Bodycam haben.

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