Südbahn-Vertrag ist unterschrieben

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Die Unterschrift ist drunter: Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann (Grüne) hat den Vertrag zur Südbahn unterzeichnet.
(Foto: MVI/oh)

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat den Finanzierungsvertrag für die Südbahn unterschrieben. Das teilte sein Ministerium am Mittwochmittag mit.

„Für die Region geht damit ein jahrelanges Warten zu Ende – jetzt kann es endlich losgehen“, sagte Hermann. Das Land übernimmt freiwillig die Hälfte der Kosten für die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Ulm über Friedrichshafen nach Lindau – bis zu 112,5 Millionen Euro. Eigentlich ist die Finanzierung der Schienenwege Sache des Bundes. Die Gesamtkosten für das seit Jahrzehnten geplante Projekt werden auf 225 Millionen Euro geschätzt. Über die Details der Finanzierung hatte es bis zuletzt unterschiedliche Auffassungen gegeben. Alle Beteiligten – Bahn, Bund und Land Baden-Württemberg – hatten aber den Willen geäußert, noch vor dem Jahreswechsel die Finanzierung in trockene Tücher zu bekommen.

Die Südbahn ist eine der letzten Haupttrassen in Deutschland, die bislang nur von Diesellokomotiven bedient wird. Gleichzeitig mit der Elektrifizierung soll die Trasse so ausgebaut werden, dass die Züge bis zu 160 Stundenkilometer schnell fahren können. Bisher sind es 140 Stundenkilometer, allerdings nicht durchgängig. Mit der erhöhten Geschwindigkeit sollen die Bahnreisenden in Oberschwaben Anschlusszüge an den Knotenpunkten in Ulm, Aulendorf, Friedrichshafen und Lindau zuverlässiger erreichen.

Nach den Plänen der Bahn sollen ab Dezember 2021 E-Loks auf der Südbahn rollen. Das Projekt soll damit gleichzeitig mit Stuttgart 21 und der Schnellbahnstrecke Wendlingen - Ulm den Betrieb aufnehmen.

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