Riesenmuschel aus Thailand illegal an sich selbst geschickt: Zoll greift ein

Lesedauer: 4 Min
Zoll findet Riesenmuschel
Wollte ein Tourist aus dem Raum Pforzheim per Post aus Thailand an sich selbst schicken: Die unter Artenschutz stehende Riesenmuschel. (Foto: Hauptzollamt Karlsruhe/dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Eine geschützte Riesenmuschel hat ein Mann beim Tauchen im Thailandurlaub entdeckt - und sich ohne Genehmigung per Post in seine Heimat im Raum Pforzheim gesendet.

Zollbeamte fanden die mehr als 15 Zentimeter breite Muschelschale vergangene Woche in einem Paket, wie es in einer Mitteilung des Zolls vom Dienstag hieß. Eine Rückfrage beim Bundesamt für Naturschutz habe ergeben, dass die Muschel unter Artenschutz steht.

Der Fall zeige, dass das Thema Artenschutz noch immer nicht ausreichend bei den Urlaubern angekommen sei, teilte Matthias Götz, Leiter des Zollamts Pforzheim, mit.

Auch geschützte Tiere und Pflanzen, die schon tot sind, dürfen nicht ohne amtliche Genehmigung aus dem Urlaubsland mitgenommen werden.

Laut Zoll gibt es Ausnahmen, unter die die Riesenmuschel sogar fällt. Wie eine Sprecherin erklärte, hätte der Mann bis zu drei Exemplare auch ohne Genehmigung in seinem Reisegepäck mitnehmen können.

Weil er sie per Post verschickt hat, muss er nun allerdings eine Geldbuße zahlen - und sein Mitbringsel ist er ebenfalls los.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen