Remis mit Wermutstropfen: Sorge um Aigner und Titsch Rivero

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Robert Leipertz im Duell mit Jakov Medic
Robert Leipertz (l.) aus Heidenheim im Zweikampf mit dem Wiesbadener Jakov Medic. (Foto: Hasan Bratic/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
lhe und Susan Dobias

Nach dem torlosen Remis des SV Wehen Wiesbaden gegen den 1. FC Heidenheim sorgte sich Trainer Rüdiger Rehm um die Gesundheit von Marcel Titsch Rivero und Stefan Aigner. Beide waren am Samstag nach einem heftigen Zusammenprall in der 23. Minute mit blutüberströmten Gesichtern liegengeblieben und trotz minutenlanger Behandlung nicht mehr spielfähig.

„Es sieht bei beiden nach einem Nasenbeinbruch aus. Bei Titsch Rivero, der noch an der Lippe genäht wurde, besteht zudem die Möglichkeit einer Gehirnerschütterung. Er wusste nicht mehr, wo vorne und hinten ist und wie es steht“, berichtete Rehm. Während Aigner bandagiert nach Hause fahren konnte, wurde dessen Mittelfeldkollege ins Krankenhaus gebracht. Das Duo droht am nächsten Spieltag in Sandhausen auszufallen.

Das wäre ein herber Verlust, denn die Hessen benötigen die Erfahrung und Klasse von Routinier Aigner sowie die Übersicht und das Kämpferherz von Titsch Rivero. Beide zählten in den vergangenen Partien zu den absoluten Leistungsträgern.

„Die zwei Ausfälle waren bitter für uns. Stefan war für unser Spiel in den letzten Wochen sehr wichtig, Titsch Rivero hatte das Heft in der zentralen Position in die Hand genommen. Wenn diese zwei Spieler wegbrechen, gerät mal kurz was ins Wanken“, erklärte Rehm.

Bis zur Halbzeit brauchte sein Team, um den Schock zu verarbeiten. „Da hatten wir ein kleines Loch. Es gehen Körner verloren, denn in Unterzahl muss man extrem verschieben“, sagte Torjäger Manuel Schäffler. Auch Mitspieler Moritz Kuhn befand, dass in dieser Phase der Zugriff gefehlt habe.

Nach der Pause stand der Aufsteiger dann wieder sicher. Einziges Manko war die schlechte Chancenverwertung. Sowohl Marco Dittgen (65. Minute/87.) als auch Kuhn (90.+1) vergaben gute Möglichkeiten. „Wenn wir ein bisschen konzentrierter abschließen, können wir auch gewinnen. In der Summe war es eine sehr gute Defensivleistung. Offensiv haben wir was liegen gelassen. Das müssen wir nächste Woche besser machen“, sagte Schäffler.

Insgesamt konnten die Hessen, die mit acht Punkten weiter Tabellenletzter sind, mit dem 0:0 gut leben. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir aus drei Spielen nur ein Gegentor haben. Bisher waren wir die Schießbude der Liga. Es sieht so aus, als ob wir die ein bisschen geschlossen haben“, sagte Rehm. „Ich hoffe, dass wir sie nicht mehr aufmachen.“

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