Regierung stellt Studie zu Kindern und Coronavirus vor

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Kinderrucksäcke
Kinderrucksäcke im Eingangsbereich eines Kindergartens. (Foto: Monika Skolimowska / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Welche Rolle spielen Kinder bei der Übertragung des Coronavirus? Zu dieser Frage haben Unikliniken in Baden-Württemberg wochenlang geforscht - und diese Frage spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen im Land. Die grün-schwarze Landesregierung will heute gemeinsam mit Vertretern der Universitätskliniken in Ulm und Heidelberg die Ergebnisse einer Studie zu Kindern vorstellen.

Für die Studie wurden etwa 5000 Menschen, die keine Symptome hatten, auf das Virus und auf Antikörper getestet, darunter 2500 Kinder unter zehn Jahren und je ein Elternteil. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits vor rund zwei Wochen erste Erkenntnisse der Studie präsentiert: Demnach könne ausgeschlossen werden, dass Kinder besondere Treiber des aktuellen Infektionsgeschehens seien.

Nach den ersten Studienergebnissen würden Kinder anscheinend nicht nur seltener krank, sondern sie seien wohl auch seltener mit dem Coronavirus infiziert als Erwachsene. So fiel auf, dass das Ausbreitungsrisiko bei Kindern in Notbetreuung nicht erhöht zu sein schien im Vergleich zu den Jungen und Mädchen, die zu Hause betreut wurden. Außerdem hätten nur bis zu zwei Prozent der gesamten Testpersonen Antikörper gebildet.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will im selben Rahmen auch über das Konzept zur Öffnung von Kitas und Grundschulen informieren. Kretschmann und Eisenmann hatten eine vollständige Öffnung der Kitas und Grundschulen bis Ende Juni angekündigt - sie stützten sich dabei auf Zwischenergebnisse der Studie. Eisenmann hatte bestätigt, dass die vollständige Öffnung der Grundschulen nur ohne Abstandsgebote gehe. In Baden-Württemberg werden nach letzten verfügbaren Zahlen vom vergangenen Jahr rund 444 000 Kinder in Kitas betreut.

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