Kriminalstatstik
Ein Polizist mit Handschellen und einer Pistole am Gürtel steht vor einem Streifenwagen. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die polizeiliche Kriminalstatistik ist aus Sicht der Deutschen Polizeigewerkschaft kein Barometer für die Sicherheit im Land. Es sei daher ein Trugschluss, dass Baden-Württemberg so sicher sei wie nie, sagte Landeschef Ralf Kusterer der Deutschen Presse-Agentur. Die Kriminalstatistik sei ein reiner Tätigkeitsnachweis darüber, was die Polizei in einem Jahr geleistet habe. Mit mehr Polizeikräften würden auch mehr Straftaten aufgedeckt. Demnach könnte sich die Bilanz mit dem Einsatz von mehr Polizisten sogar verschlechtern, weil mehr Delikte aufgespürt würden.

Dass die Bilanz für das Land so gut ausfiel, sei eher dem Mangel an Polizeibeamten in Baden-Württemberg geschuldet. Bei der Personalstärke würden die Beamten nur noch zu Aufträgen fahren und keine Streife mehr fahren. Es gehe nur noch um Abarbeitung und Verwaltung. Die Kontrolldichte etwa im Verkehrsbereich gehe zurück. Kusterer begrüßte die Forderungen von Innenminister Thomas Strobl (CDU) nach 2000 zusätzlichen Vollzugskräften für die Polizei.

Die Kriminalstatistik des Südwestens für das Jahr 2018 war erst vor wenigen Tagen veröffentlicht worden. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten ist demnach weiter rückläufig, die Kriminalitätsbelastung so niedrig wie seit 30 Jahren nicht mehr. Am Mittwoch diskutierten die Abgeordneten des Landtags die Sicherheitslage im Land.

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