Polizei will Kampfhund beschlagnahmen - Besitzer rasten aus und verletzen Beamte

Lesedauer: 6 Min
Ein American Staffordshire Terrier. Symbolbild.
Ein American Staffordshire Terrier. Symbolbild. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Beim Versuch, in Stutensee (Kreis Karlsruhe) einen Kampfhund zu beschlagnahmen, sind zwei Polizisten angegriffen und verletzt worden. Der 22 Jahre alte Halter habe den American Staffordshire Terrier abgeleint und einer Polizistin mit der Faust ins Gesicht geschlagen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Das illegal nach Deutschland eingeführte Tier sei aggressiv gewesen. Es sprang demnach bellend und knurrend an zwei Beamten hoch. Gebissen habe der Hund bei dem Vorfall am Montagvormittag aber nicht.

Verstärkung zur Festnahme gerufen

Die Polizisten konnten den Hundehalter den Angaben zufolge erst mit Verstärkung festnehmen. Auch dessen Mutter wurde festgenommen. Sie habe versucht, einen Beamten wegzustoßen.

In der Zwischenzeit war der Kampfhund demnach ins Freie geflüchtet. Als die Einsatzkräfte ihn einfangen wollten, wurden sie von einem Balkon aus von einem 19-Jährigen bepöbelt und bespuckt. Gegen die anschließende Kontrolle wehrte sich Mann mit Händen und Füßen, wobei er einen weiteren Polizisten verletzte.

Die zwei Beamten wurden ambulant behandelt und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen.

Hundehalter sogenannter "Kampfhunde" müssen Hundeführerschein absolvieren

Immer wieder ist es in den vergangenen Monaten zu gefährlichen Hundeattacken auf Menschen gekom.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen