Polizei erschießt Mann nach Autounfall - er hatte ein Schwert bei sich

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Ein Absperrband der Polizei (Symbolfoto).
Ein Absperrband der Polizei (Symbolfoto). (Foto: Frank Molter / DPA)
Schwäbische Zeitung
Deutsche Presse-Agentur

Die Polizei hat in der Nacht zum Samstag einen Mann in Stuttgart-Vaihingen erschossen. Nach Angaben des Behördenberichts war der 32-Jährige mit seinem Auto aufgefallen, da er sehr unsicher gefahren sein soll.

+++ Mittlerweile gibt es neuere Ermittlungsergebnisse - hier zusammengefasst +++

Wenig später soll er sogar entgegen der Fahrtrichtung in einen Kreisverkehr gefahren sein, ehe er frontal auf eine Litfaßsäule fuhr.

Pfefferspray ohne Wirkung

Zeugen hatten unterdessen die Polizei verständigt und eine Streifenbesatzung des Polizeipräsidiums Stuttgart stellte den Mann und seine Beifahrerin, die möglicherweise zu Fuß flüchten wollten.

Nachdem die beiden von der Polizei angesprochen wurden, soll der Mann den Polizeibeamten und dessen Kollegin "unvermittelt mit einem schwertähnlichen Gegenstand mit einer circa 70 Zentimeter langen Klinge angegriffen haben", so die Polizei.

Weil Pfefferspray keine Wirkung zeigte, wurde schließlich auf den Mann geschossen. Der 32-Jährige erlitt dabei Schussverletzungen, an denen er offenbar kurze Zeit später in einem Krankenhaus gestorben sein soll.

Die Kriminalpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Im vergangenen Jahr erschossen Polizisten in Deutschland elf Menschen. Im Jahr 2017 hatte die Deutsche Hochschule der Polizei in Münster 14 Fälle von tödlichem „Schusswaffengebrauch gegen Personen“ gezählt.

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