Polit-Prominenz verabschiedet sich von SPD-Vordenker Eppler

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Gerhard Schröder (SPD) spricht im Trauergottesdienst
Gerhard Schröder (SPD), Bundeskanzler a.D., hält eine Trauerrede auf den SPD-Politiker Erhard Eppler. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Familienmitglieder, alte Weggefährten und prominente Politiker haben bei einem Gottesdienst in Schwäbisch Hall um SPD-Urgestein Erhard Eppler getrauert. Die kommissarische SPD-Parteivorsitzende Malu Dreyer sagte am Donnerstag in der Stadtpfarrkirche St. Michael, es fehlten solche Persönlichkeiten mit einem klaren Kompass. Eppler habe vor vielen anderen verstanden, die soziale und die ökologische Frage miteinander zu verbinden. „Gerade bei dieser fortdauernden Zukunftsdebatte fehlt seine Klar- und Weitsicht heute bitterlich.“

Unter den prominenten Gästen beim Trauergottesdienst waren der ehemalige SPD-Chef Sigmar Gabriel und die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Julia Helmke. Altkanzler Gerhard Schröder sprach in seiner Trauerrede von Eppler als einem Vordenker und Wegweiser, aber auch von einem unverzichtbaren Ratgeber während seiner eigenen Kanzlerschaft. Eppler habe ihn in schwierigen Phasen unterstützt, etwa beim Nein zum Irakkrieg und der Entscheidung für den Kosovo-Einsatz.

Eppler soll in den nächsten Tagen im engsten Familienkreis beerdigt werden. Er war am 19. Oktober im Alter von 92 Jahren in seiner Wahlheimat Schwäbisch Hall gestorben. Der SPD-Vordenker war Landesvorsitzender der Partei, saß im Bundestag und später im Landtag. Unter Kanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU) wurde er 1968 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und blieb dies auch unter Kanzler Willy Brandt (SPD).

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