Polens oberste Richterin Gersdorf erhält Theodor-Heuss-Preis

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Gerichtspräsidentin Malgorzata Gersdorf
Malgorzata Gersdorf, zwangspensionierte Gerichtspräsidentin aus Warschau (Polen), gibt eine Pressekonferenz. (Foto: Christoph Schmidt/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Präsidentin des Obersten Gerichts in Polen, Malgorzata Gersdorf, wird heute in Stuttgart für ihren Einsatz für die Demokratie mit dem Preis der Theodor-Heuss-Stiftung ausgezeichnet. Die Juristin habe die Voraussetzungen für eine Demokratie wie Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Minderheitenschutz, Fairness in der öffentlichen Auseinandersetzung und die Freiheit der Medien verteidigt, begründete die Stiftung ihre Wahl. Die Richterin hatte sich im vergangenen Jahr einer per Gesetz erzwungenen vorzeitigen Pensionierung widersetzt. Aus ihrer Sicht verstieß eine entsprechende Justizreform gegen die Verfassung.

„Frau Gersdorf hat sich mit bewundernswerter Selbstverständlichkeit dieser Entwicklung in Polen entgegengestellt“, sagte die Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung, Gesine Schwan, zur Bekanntgabe der Preisträgerin im Februar.

Die Auszeichnung wird seit 1965 vergeben und soll „bürgerschaftliches Engagement würdigen und stärken“ sowie „Demokratie als Lebensform sichtbar machen“.

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