Nobelpreisträgerin Murad: Es geht mir um Gerechtigkeit

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Nadia Murad
Auf einem Bildschirm wird ein Bild der irakischen Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad gezeigt. (Foto: Fredrik Hagen/NTB scanpix / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad hat Menschen verschiedener Religionen aufgefordert, sich auszusöhnen und Konflikte beizulegen. „Ich hoffe, dass dieser Preis dazu führen kann, dass sich Menschen gegenseitig akzeptieren, obwohl sie verschiedene Religionen haben und dass sie in Frieden miteinander leben können“, sagte die 25-jährige Jesidin am Freitag in einem von der Nobelpreisstiftung veröffentlichten Telefoninterview. Sie war auch wegen ihrer Religion mehrere Monate lang von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als Sex-Sklavin gehalten und brutal missbraucht worden.

Murad gelang jedoch die Flucht, inzwischen lebt sie in Baden-Württemberg und kämpft dafür, dass die Terroristen vor ein internationales Gericht kommen. Ihr gehe es vor allem um Gerechtigkeit, sagte sie. „Ich hoffe, dass dieser Preis helfen wird, Frauen Gerechtigkeit zu bringen, die unter sexueller Gewalt leiden.“

Für sie selbst und für alle betroffenen Frauen sei es nicht leicht, über Vergewaltigungen zu sprechen, erklärte die 25-Jährige. Sie habe zunächst nicht geglaubt, dass sie stark dafür sei.

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