Feldhamster
Ein Feldhamster erkundet aus einem Erdloch heraus seine nähere Umgebung. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Ansiedlung vom Aussterben bedrohter Hamster im Rhein-Neckar-Gebiet ist gut angelaufen. „Die Tiere haben sich sehr gut entwickelt und auf dem Gebiet verteilt“, sagte Ulrich Weinhold, Geschäftsführer des Instituts für Faunistik in Heiligkreuzsteinach. Vor rund drei Monaten waren 40 gezüchtete Tiere auf Feldern mit einer Fläche von 170 Hektar bei Mannheim ausgesetzt worden. Mittlerweile haben sie Nachwuchs. Ob die Tiere eine lebensfähige Population bilden, werde sich aber erst in einigen Jahren herausstellen, erläuterte Weinhold. Der kommende Winter sei für die Nager eine schwierige Phase, denn sie müssten dafür einen ausreichenden Vorrat an Körnern und Samen sammeln.

Das Hamstergebiet ist so gestaltet, dass die Tiere trotz intensiver Landwirtschaft existieren können. Dafür haben Bauern Ackerrandstreifen angelegt mit Wildkräutern und Möglichkeiten, in Deckung zu gehen. Hamster werden von Mäusebussarden, Milanen, Füchsen und Dachsen gejagt.

Die intensive Landwirtschaft bedroht nach Angaben des Biologen nicht nur den Hamster, sondern auch die Feldlerche, die Wachtel und das Rebhuhn. Das Areal für die in Freiheit entlassenen Hamster war laut Weinhold schon in römischer Zeit Hamster-Gebiet.

Institut für Faunistik

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