Nach Beschwerden: Bahn-Betreiber Go-Ahead sieht Besserung auf Strecke Ulm-Stuttgart

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 Der Eisenbahnbetreiber Go-Ahead übernimmt weitere Strecken, warnt aber zugleich vor Kapazitätseinschränkungen auf manchen Teila
Der Eisenbahnbetreiber Go-Ahead übernimmt weitere Strecken, warnt aber zugleich vor Kapazitätseinschränkungen auf manchen Teilabschnitten. (Foto: Fabian Sommer/dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Nach zahlreichen Beschwerden über Zugausfälle und überfüllte Bahnen auf der Strecke zwischen Stuttgart und Ulm sieht sich der Betreiber Go-Ahead auf dem Weg der Besserung. Seit Mittwoch erfülle man die Kapazitätsanforderungen des Landes Baden-Württemberg auf der Filstalstrecke größtenteils, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage.

Züge, die tagelang wegen Störungen ausgefallen waren, seien inzwischen wieder im Einsatz. Zudem habe man jetzt an Bahnen, die zu den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags auf der Strecke unterwegs seien, zusätzliche Zugteile angehängt.

Go-Ahead hatte Mitte Dezember die Linien RB 16 Stuttgart-Ulm (Filstalbahn), RE 8 Stuttgart-Würzburg (Frankenbahn) sowie RE 90 Stuttgart-Nürnberg (Murrbahn) übernommen. Seitdem klagen Pendler vor allem auf der Filstalstrecke über teils chaotische Zustände.

Go-Ahead führt die Probleme auch darauf zurück, dass drei beim Fahrzeughersteller Stadler bestellte Züge noch immer nicht geliefert worden seien. Stadler habe nun zugesagt, Ende Januar einen und im Februar zwei Züge zu liefern, die notwendig seien, um einen stabilen Betrieb sicherzustellen.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hatte am Dienstag eine „unverzügliche Besserung“ gefordert: „Go-Ahead erfüllt unsere vorgegebenen Kapazitätsanforderungen vielfach nicht. Das gilt insbesondere im Berufsverkehr. Hinzu kommen zuletzt zu viele personalbedingte Ausfälle ganzer Zugfahrten.“

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