Deutsche Presse-Agentur

Öffentlichkeitsdruck hat nach dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen zu Fehlern bei den Ermittlungen der Polizei geführt. „Innenminister Heribert Rech und Polizeipräsident Erwin Hetger standen massiv unter Publicity-Druck“, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Joachim Lautensack, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. „Sie fühlten sich genötigt, Ergebnisse beizubringen, und zwar ganz schnell. Damit erzeugten sie einen unglaublichen Druck auf die Dienststelle und die Ermittler, in ganz kurzer Zeit irgendwelche Verifizierungen vorzunehmen, ob etwas echt ist oder nicht.“

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