Justitia und Akten
Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. (Foto: Volker Hartmann/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Weil eine Mutter ihre 22 Jahre alte Tochter erstochen hat, ist für sie vom Landgericht Rottweil die dauerhafte Unterbringung in einer Psychiatrie angeordnet worden. Dies teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Die Kammer ging davon aus, dass die zur Tatzeit 56-Jährige schuldunfähig gehandelt habe. Nähere Angaben zum psychischen Zustand der Frau machte der Sprecher nicht. Sie habe ihre Tochter heimtückisch getötet, zudem an ihrem Sohn eine gefährliche Körperverletzung begangen, hieß es.

Nach Angaben der Ermittler hatte die Frau im Januar ihre Tochter in deren Wohnung in Hardt (Kreis Rottweil) aufgrund von Wahnvorstellungen erstochen. Anschließend habe sie auch ihren Sohn in dessen Wohnung in Schramberg mit einem Messer angegriffen. Dort wurde sie festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Der ursprüngliche Haftbefehl wegen Totschlags und versuchten Mordes wurde nach einem psychiatrischen Gutachten aufgehoben. Seit Februar befand sie sich in einer Psychiatrie.

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