Mit „Schockanruf“ Hilfsbereitschaft schamlos ausgenutzt

Symbolbild Telefonbetrug
Ein Mann posiert mit einem Telefon. (Foto: Julian Stratenschulte / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Eine 62-jährige Frau hat ihre rasche Hilfsbereitschaft bitter bezahlen müssen: Die Mannheimerin erhielt am Freitag den Anruf einer schluchzenden Frau, die sich als ihre Tochter ausgab. Diese berichtete, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und nun dem Haftrichter vorgeführt werden solle. Die Polizei sprach in ihrer Mitteilung vom Samstag von einem „Schockanruf“. Die angebliche Tochter bat um 50 000 Euro, um eine drohende Untersuchungshaft abzuwenden. Diese müssten schnellstmöglich bei der Gerichtskasse eingezahlt werden.

Die 62-Jährige nahm einen größeren Bargeldbetrag und fuhr sogleich zum Hauptbahnhof in Mannheim, wo sie das Geld einer angeblichen Gerichtsmitarbeiterin übergab. Während der Fahrt stand sie im ständigen Kontakt mit einem angeblichen Staatsanwalt.

Erst nachdem sie wenig später einen Anruf ihrer tatsächlichen Tochter erhalten hatte, realisierte sie, dass sie einer perfiden Betrugsmasche aufgesessen war und verständigte die Polizei. Allerdings hatte sie nicht den gesamten geforderten Betrag ausgehändigt, sondern „nur“ 17 000 Euro.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-609829/2

PM

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

 Die Unfallermittlungen der Polizei und die Bergungsarbeiten dauerten bis über die Mittagszeit an.

20-Jähriger wird bei Unfall eingeklemmt und schwer verletzt

Auf der neuen Fahrbahn der Bundesstraße 10 zwischen Neu-Ulm und Nersingen ereignete sich am Sonntagmorgen gegen sieben Uhr ein Frontalzusammenstoß, bei dem ein junger Autofahrer schwerste Verletzungen erlitt. Noch ist unklar, warum der 20-jährige Fahrer eines Opel kurz vor der Ausfahrt Burlafingen auf gerader Strecke in den Gegenverkehr geraten ist.

Dort kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem entgegenkommenden Sattelzug. Der Lkw-Fahrer konnte noch mit einer Vollbremsung seine eigene Geschwindigkeit reduzieren, durch eine ...

Die Ermittlungen zum Brandanschlag auf die Synagoge in Ulm laufen schleppend.

Brandanschlag auf Synagoge: Polizei wertet ersten Zeugenhinweis aus

Bei der Suche nach dem Täter, der am ersten Samstag im Juni einen Brandanschlag auf die Ulmer Synagoge verübt hat, ist ein erster Zeugenhinweis bei der Polizei eingegangen. Die Ermittler werteten diese Rückmeldung derzeit aus, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jürgens unserer Redaktion. Der Vorfall ist nicht der erste Akt von Antisemitismus in der Stadt. Eine zivilgesellschaftliche Organisation trägt Meldungen solcher Fälle zusammen.

Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) wertet den ...

Am Wochenende gab es erneut Krawall am Ravensburger Veitsburghang.

Corona-Newsblog: Rund 450 Leute feiern auf der Ravensburger Veitsburg

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 7.400 (498.142 Gesamt - ca. 480.600 Genesene - 10.074 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 10.074 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 25,4 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 48.300 (3.714.

Mehr Themen