Das Ziel von "Wir helfen Afrika": Afrikanischen Kindern eine Operation ermöglichen. Hier sind Ärzte in Lomé im Einsatz.
Das Ziel von "Wir helfen Afrika": Afrikanischen Kindern eine Operation ermöglichen. Hier sind Ärzte in Lomé im Einsatz.

In einem Monat beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft am Kap der Guten Hoffnung. Schon jetzt Feuer und Flamme für Afrika sind viele Menschen im Südwesten, die sich bei der Aktion „Wir helfen Afrika“ engagieren. Schon jetzt sind mehr als 250 000 Euro an Spenden zusammengekommen.

Von unserem Redakteur Ulrich Mendelin 

Jetzt grassiert das Afrika-Fieber auch im Schulamt Markdorf: Die Behörde gehört zu den neuesten Unterstützern der Aktion „Wir helfen Afrika“, bei der in 32 Städten, die meisten davon in Baden-Württemberg, Geld für Afrika gesammelt wird. Im Zuständigkeitsbereich des Amtes -- dem Bodenseekreis und dem Kreis Ravensburg -- wird es an den Schulen demnächst Vorträge und Unterrichtseinheiten rund ums Thema Afrika geben. „So können wir vielen jungen Menschen die Probleme des Kontinents nahe bringen“, sagt Andreas Söntgerath, Geschäftsführer von „Wir helfen Afrika“.{element}

Das Geld, das bei dem Hilfsprojekt zusammenkommt, fließt nach Afrika. Mit den ersten 8000 Euro aus jedem beteiligten Ort wird die Operation eines Kindes in Afrika bezahlt. Was darüber gespendet wird, fließt in Projekte, die die beteiligten Städte selbst auswählen. So unterstützt Tuttlingen unter anderem den Bau von Brunnen in Burkina Faso. Aus Aalen fließt Geld in die Finanzierung einer Augenklinik in Äthiopien. In jedem Fall geht es um Projekte, die schon seit Jahren erfolgreich arbeiten und in den jeweiligen deutschen Kommunen verankert sind.Dass die Hilfe mancherorts zu einer Massenbewegung werden kann, das haben kürzlich 1500 Läufer in Bad Waldsee bewiesen. Beim größten Sponsorenlauf Oberschwabens waren vor allem die Schülerinnen und Schüler voll dabei: 25 000 Euro sind zusammengekommen, indem sich die Jugendlichen ihre Jogging-Runden um den Waldseer Stadtsee von Eltern, Großeltern oder Freunden haben „sponsern“ lassen. Ein Erfolg, über den sich „Wir helfen Afrika“-Initiator Christian Skrodzki besonders freut: „Jeder Euro, den ein Schüler beisteuert, ist einfach super“, sagt er. „Schließlich geht es darum, Kindern zu helfen.“ Das Engagement der Jugendlichen hat die Stadt Bad Waldsee in die Spitzengruppe der spendenfreudigsten Städte katapultiert.

Auch in Tuttlingen wird fleißig gesammelt. Dort läuft zurzeit eine Spendenaktion im Internet: Versteigert werden Werke regionaler Künstler – darunter eine Figur des Bildhauers Peter Lenk, die den Tuttlinger Stadtpaten von „Wir helfen Afrika“ und CDU-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder tanzend im Bananenröckchen zeigt. Gebote werden weiter angenommen. Stand gestern Mittag: 8010 Euro für die Kauder-Skulptur.

Mit dem Herannahen der Fußball-WM wird auch „Wir helfen Afrika“ immer sportlicher: Der „Schwäbische Verlag“ heizt mit einer „Torwand Tour“ das Fußballfieber an. Zwischen Ostrach und Langenargen, zwischen Trossingen und Ellwangen ist die Torwand jetzt bei Festen und Sportveranstaltungen im Südwesten zu sehen.

Jeder darf seine Technik und Zielgenauigkeit unter Beweis stellen und sechsmal auf die Torwand zielen. Wer treffsicher je drei Schüsse in das obere und das untere Torwandloch versenkt, sahnt ganz groß ab und tut dabei noch etwas Gutes: 10 000 Euro darf der Schütze mit nach Hause nehmen; weitere 10000 Euro spendet der „Schwäbische Verlag“ an die Afrika-Aktion.{element}

Info: Tourdaten und Teilnahmebedingungen für die "Torwand Tour"

Weiterlesen: Eine Welle der Hilfsbereitschaft für Afrika rollt an

So viel haben die 32 Städte schon gespendet

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen