Deutsche Presse-Agentur

In einem landesweit einmaligen Projekt vermitteln Menschen mit Behinderungen angehenden Sozialarbeitern und Pädagogen ihre Sicht auf die Arbeits- und Lebenswelt. Die Studenten sollen ihr bislang theoretisches Fachwissen durch den Austausch mit den behinderten Bildungsfachkräften erweitern. „Sie sollen aus erster Hand lernen, was es heißt, mit Handicaps zu leben“, sagte der Projektleiter Stephan Friebe der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei, die Begegnung zum regulären Bestandteil der Lehre an Hochschulen zu machen. Ähnliches gebe es bundesweit nur in Schleswig-Holstein.

Die Qualifizierung der sechs Berufsfachkräfte mit geistigen Behinderungen war bislang von der Dieter-Schwarz-Stiftung bezahlt worden. Jetzt übernimmt das Land die Finanzierung. Das Wissenschaftsministerium stellt im Doppelhaushalt 2020/21 rund 528 000 Euro für Gehälter und weitere Qualifizierung am neuen Zentrum für Inklusive Bildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bereit.

Damit mündet die bis Oktober dieses Jahres dauernde Ausbildung der sechs Bildungsfachkräfte in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Vor dem Start ihrer Ausbildung im Jahr 2017 waren sie Mitarbeiter in Werkstätten für Behinderte.

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