Mannheimer Prozess um tödlichen Handy-Streit verschoben

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Landgericht Mannheim
Ein Richter geht in einem Sitzungssaal des Landgerichts an der Richterbank zu seinem Sitzplatz. (Foto: Uwe Anspach/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Beginn eines Prozesses um einen tödlichen Streit wegen eines heruntergefallenen Handys ist verschoben worden. Weil der Verteidiger erkrankt sei, könne das Verfahren vermutlich erst am 11. April eröffnet werden, teilte das Landgericht Mannheim am Montagmorgen mit.

Der 1989 geborene mutmaßliche Täter war laut Anklage im Juni 2015 mit einem Rentner vor einem Hotel zusammengestoßen, wobei sein Handy auf den Boden fiel. Nach einem kurzen Streit sei der Angeklagte auf den 68-jährigen Mannheimer zugelaufen und habe ihm unvermittelt mit der Faust einen heftigen Schlag in die linke Gesichtshälfte versetzt. Dadurch stürzte dieser nach Darstellung der Staatsanwaltschaft zu Boden und schlug mit dem Kopf auf dem Gehweg auf. Der Schläger ergriff die Flucht.

Sein Opfer erlitt eine Hirnblutung. Der Rentner fiel zwei Tage nach dem Angriff ins Koma und starb Mitte August 2015 an einer Lungenentzündung. Im Oktober 2016 wurde der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ vorgestellt. Zwei Tage später stellte sich der der Handybesitzer. Er muss sich wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Der Strafrahmen dafür beträgt 3 bis 15 Jahre.

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