Mannheim will Gärtner mit öko-fairer Kleidung ausstaffieren

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Fair gehandelte Textilien für Gärtner
Gärtner mähen bei Mannheim einen Grünstreifen. (Foto: Stadt Mannheim/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Stadt Mannheim will ihr Engagement für fair gehandelte Waren ausweiten und plant, ihre Gärtner mit Textilien aus gerechter und umweltfreundlicher Produktion auszustatten. Im Jahr 2020 solle der gesamte Bereich Grünflächen und Umwelt Arbeits- und Schutzkleidung aus fairem Handel erhalten, sagte Matthias Krebs vom Referat Strategische Steuerung. Der Bedarf für etwa 180 Mitarbeiter werde europaweit ausgeschrieben. „Wichtig ist, dass die Lieferketten transparent sind bis hin zum Ursprung der Ware“, erläuterte Krebs.

Mannheim ist gerade nach 2012 und 2014 zum dritten Mal mit dem Siegel Fairtrade-Town ausgezeichnet worden. Bislang werden in den städtischen Kantinen den rund 800 Mitarbeitern Kaffee und Tee sowie Säfte aus fairem Handel angeboten. Manchmal werden nach Worten von Krebs auch andere unter gerechten Bedingungen produzierte Lebensmittel - etwa Bananen - verwendet. „Der Speiseplan kann den Funken überspringen lassen.“

Die Verleihung des Titels Fairtrade-Town gehört zu einer Kampagne des Vereins TransFair. Kriterien für fairen Handel sind menschenwürdige Arbeitsbedingungen ohne Kinderarbeit sowie Umweltfreundlichkeit. Nicht nur die Beschaffung der Stadt muss sich danach ausrichten, es muss auch Läden geben, in denen der Bürger solche Produkte kaufen kann. Ziel ist, durch lokales Handeln globale Verbesserungen zu erreichen.

Im Südwesten haben zahlreiche Gemeinden sich dem fairen Handel verschrieben. Das Prädikat Fairtrade-Town haben Kommunen von Aalen bis Wimsheim (Enzkreis).

Fairtrade-Towns im Südwesten

TransFair e.V.

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