Mannheim vergibt Posten eines „Nachtbürgermeisters“

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Deutsche Presse-Agentur

Ein „Nachtbürgermeister“ soll in Mannheim dafür sorgen, dass die Clubszene brummt und gleichzeitig die Anwohner wenig Grund zum Ärger haben. Damit will die Stadt als erste deutsche Kommune einen solchen Problemlöser für das Nachtleben beschäftigen. Noch bis 30. Juni läuft die Suche nach einer geeigneten Person, die auf Honorarbasis auch die Feierkultur Mannheims repräsentieren soll. Der Stadt zufolge stammt die Idee aus Amsterdam. Mittlerweile gibt es den „Night Mayor“ - so die englische Bezeichnung - aber auch in anderen Städten, etwa in London.

„Egal, ob es beispielsweise um Lärm oder um Müll auf der Straße geht, ein "Night Mayor" sollte Gespräche mit Anwohnern und den Kneipen- sowie Clubbetreibern führen um gemeinsame Lösungen zu entwickeln“, erläuterte Matthias Rauch, Leiter der Kulturellen Stadtentwicklung und zuständig für die Bewerbung. Es gehe nicht nur darum, Alltagsprobleme zu lösen. „So ist es auch wichtig, die Betreiber der Bars, Kneipen und Clubs miteinander zu vernetzen“, sagte Rauch.

Zum Stellenprofil gehört eine gewisse Nähe zur Szene, aber auch das Talent zur Moderation und Konfliktlösung. Wie der Name suggeriert, dürften die Kernarbeitszeiten des Problemlösers oftmals in den Stunden nach Sonnenuntergang liegen. Die Stelle des „Night Mayor“ soll vom 1. August an besetzt sein.

Für die Stadt ist eine attraktive Nachtkultur von großer Bedeutung - der Aspekt spielt Rauch zufolge für viele junge Menschen auch eine Rolle bei der Studienwahl oder bei der Jobsuche. Für Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) geht es beim „Night Mayor“ um Zweierlei: die Stärkung der Nachtkultur und der Nachtökonomie.

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