Mannheim: Urteil im Prozess um tödlichen Handy-Streit

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Landgericht Mannheim
Ein Richter geht in einem Sitzungssaal des Landgerichts Mannheim an der Richterbank zu seinem Sitzplatz. (Foto: Uwe Anspach/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Im Prozess um den tödlichen Streit wegen eines heruntergefallenen Handys soll heute das Urteil am Landgericht Mannheim gefällt werden. Der heute 30 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Er war laut Anklage im Juni 2015 mit einem Rentner vor einem Mannheimer Hotel zusammengestoßen, wobei sein Handy auf den Boden fiel. Nach einem Streit sei der Angeklagte auf den 68 Jahre alten Mannheimer zugelaufen und habe ihm mit der Faust einen heftigen Schlag in die linke Gesichtshälfte versetzt.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft stürzte der Mann zu Boden und schlug mit dem Kopf auf dem Gehweg auf. Der Schläger ergriff die Flucht. Der Rentner erlitt eine Hirnblutung und fiel zwei Tage nach dem Angriff ins Koma. Er starb Mitte August 2015. Der Handybesitzer stellte sich, nachdem der Fall 2016 in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ vorgestellt wurde. Der Strafrahmen für Körperverletzung mit Todesfolge beträgt 3 bis 15 Jahre. Die Anklage forderte eine Mindeststrafe von drei Jahren. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte für eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

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