Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. (Foto: David-Wolfgang Ebener / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Zwei Mädchen haben arglos Versprechungen geglaubt und sich aus Rumänien nach Deutschland bringen lassen - doch ihr Weg führte in die sexuelle Ausbeutung: Der Hauptverantwortliche ist am Mittwoch wegen Zwangsprostitution zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Mannheim sah es als erwiesen an, dass der Beschuldigte mit Hilfe von Komplizen Mädchen aus Rumänien angelockt und sich an ihnen vergangen hat. Überdies besaß der Mann mehr als 100 Videos und mehr als 6000 Bilder von Kindesmissbrauch, die er auch verbreitete.

Ein Komplize soll nach Angaben des Gerichts wegen desselben Delikts drei Jahre und drei Monate hinter Gitter. Zwei weitere Angeklagte, ein Mann und eine Frau, erhielten wegen Beihilfe Haftstrafen von je zwei Jahren. Das Quartett hatte die Taten gestanden.

Die Staatsanwaltschaft hatte für alle höhere Strafen gefordert. Die Verteidigung plädierte nur beim Hauptangeklagten für eine Freiheitsstrafe, bei den drei anderen für Bewährungsstrafen.

Der Mann um die 50 hatte in den Jahren 2017 und 2019 die rumänischen Komplizen dazu bewogen, gegen Geld Minderjährige mit falschen Angaben nach Mannheim zu bringen. Er hatte gegen den Willen der Mädchen Sex mit ihnen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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