Die Statue Justitia
Die Statue Justitia. (Foto: Peter Steffen/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ein wegen Totschlags an seiner Mutter angeklagter Mann hat zum Prozessauftakt in Karlsruhe seine Unschuld beteuert. „Ich habe meine Mutter nicht umgebracht“, sagte der 41-Jährige am Dienstag vor dem Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, am 7. März die 64 Jahre alte Frau in ihrer Karlsruher Wohnung mit stumpfer Gewalt und mit Schnitten am Hals getötet zu haben. Die Anklagebehörde geht von Totschlag aus. Der Gewalttat sei ein Streit vorausgegangen. Polizisten hatten den Mann nahe des Tatortes festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Der Angeklagte schilderte am ersten Verhandlungstag ausführlich seine Sicht der Abläufe. Er habe Streit mit seiner Frau gehabt und sei zunächst zu seiner Mutter gefahren. Dann habe er sich eine Zeit in der Stadt aufgehalten und dabei Alkohol getrunken - erstmals nach einer längeren trockenen Zeit. Dann sei er wieder bei seiner Mutter gewesen und habe sich beim Abendessen mit einem Messer in den Finger geschnitten. Das erkläre einen Teil des Blutes auf seinen Sachen. Das Blut seiner Mutter sei auf seine Kleidung gekommen, weil sie im Schlafzimmer gestürzt sei und heftig aus der Nase geblutet habe.

Als er seine Mutter am Abend verlassen habe, sei es ihr aber gut gegangen. Später habe er in Kneipen Bier getrunken. In der Nacht sei er mit dem Fahrrad in die Wohnung zu seiner Frau in Pfinztal (Kreis Karlsruhe) gefahren, dort aber nur kurz geblieben. In der Nacht und am Morgen habe er in der Nähe der Wohnung seiner Mutter zwei Flaschen Wein getrunken. Am Morgen sei dann seine Schwester mit Polizisten gekommen, die seine Mutter tot in der verschlossenen Wohnung gefunden hätten. „Ich habe doch nichts gemacht“, sagte der 41-Jährige. „Nein, um Gottes Willen.“

Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage bis zum 13. November vorgesehen.(1 Ks 200 Js 9094/18)

Landgericht Karlsruhe

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