Transparent für Seenotrettung
Ein Transparent mit der Aufschrift „Wieviele Leichen passen ins Mittelmeer? Seenotrettung erlauben!“ (Foto: Sebastian Willnow/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Mit verschiedenen Aktionen wollen Menschen in Baden-Württemberg am Samstag auf die Gefahren von Flüchtlingen aufmerksam machen, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen. Nach Angaben der internationale Bewegung „Seebrücke“ sollen deutschlandweit fast 30 Aktionen Aufmerksamkeit für das Thema wecken. Im Südwesten sind unter anderem Veranstaltungen in Esslingen, Heidelberg, Reutlingen, Mannheim sowie in Schwäbisch Hall, Backnang und Friedrichshafen geplant, wie eine Sprecherin der Initiative „Seebrücke“ mitteilte. Die Formate der Aktionen sind unterschiedlich.

So finden in Esslingen und in Schwäbisch Hall beispielsweise Mahnwachen statt, während etwa in Reutlingen ein Infostand aufgebaut werden soll. In Heidelberg und in Mannheim setzen Aktivisten auf Symbolik und wollen orangene Papierschiffchen basteln und über das Thema informieren. Die orange Farbe gilt als Zeichen der Solidarität mit den Seenotrettern.

Wie viele Menschen zu den Aktionen kommen, war nicht absehbar. Während eine Sprecherin für die Mahnwache in Esslingen mit etwa zwei Dutzend Teilnehmern rechnet, geht ein Aktivist aus Heidelberg davon aus, dass etwa 400 Menschen im Laufe des Tages die Aktion mit den Papierschiffchen besuchen.

Die internationale Initiative „Seebrücke“ entstand als Reaktion auf die Vorkommnisse um das Rettungsschiff „Lifeline“. Es war im Juni tagelang mit mehr als 200 aus Seenot geretteten Menschen im Mittelmeer getrieben, ohne eine Erlaubnis zum Anlegen zu bekommen. Seit Jahresbeginn sollen bei der Flucht über das Mittelmeer so viele Menschen umgekommen sein wie seit Jahren nicht mehr.

Initiative "Seebrücke" im Internet

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