Lucha unterstützt Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen

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Ungesund und brandgefährlich
Ungesund und brandgefährlich: Rauchen am Steuer. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn / DPA)
Schwäbische Zeitung

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) ist für ein Rauchverbot in Autos mit Kindern. „Als Gesundheitsminister unterstütze ich die jetzt auch in Deutschland wieder neu entflammte Diskussion um ein Rauchverbot in Autos mit Kindern ausdrücklich“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Für die Erkenntnis, wie gesundheitsschädlich das Qualmen in geschlossenen Räumen vor allem für Kinder ist, müsse eigentlich der gesunde Menschenverstand ausreichen. Studien belegten diese Gefahren. „Nicht ohne Grund befürwortet selbst eine große Mehrheit unter den Rauchern laut Umfragen ein Rauchverbot im Auto“, sagte Lucha.

Derzeit planen Bundestagsabgeordnete eine entsprechende Initiative für Deutschland. Er werde sie im Rahmen eines fraktionsübergreifenden Nichtraucher-Frühstücks vorschlagen, sagte der SPD-Abgeordnete Lothar Binding der „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag). Der CDU-Parlamentarier Rudolf Henke kündigte Unterstützung an. „Viele Leute brauchen offenbar ordnungspolitische Vorgaben, damit sie ihre eigenen Kinder schützen“, sagte er. Der Gesundheitsschutz habe einen höheren Stellenwert als „Freiheit zur Ignoranz“.

In Österreich gilt ein Rauchverbot im Auto bei Fahrten mit Minderjährigen bereits vom 1. Mai an. Das Verbot gelte für den Fahrer und alle Mitreisenden, teilte der ADAC mit. Bei einem Verstoß werden dem Autoclub zufolge bis zu 1000 Euro Bußgeld fällig.

 

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