Vor einem Jahr: Gegner des grün-roten Bildungsplan 2015 demonstrieren in Stuttgart.
Vor einem Jahr: Gegner des grün-roten Bildungsplan 2015 demonstrieren in Stuttgart. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Etwa 1000 Menschen sind am Samstag in Stuttgart gegen den neuen Bildungsplan der Landesregierung auf die Straße gegangen. Mit Trillerpfeifen und Transparenten mit Aufschriften wie „Ehe und Familie vor“ machten sie deutlich, dass für sie allein die traditionelle Familie eine gute Familie ist. Homosexualität wird von vielen abgelehnt. Zu einer Gegenveranstaltung kamen laut Polizei etwa 500 Menschen. Sie sprachen sich unter anderem gegen Homophobie und für die Akzeptanz vielfältiger Partnerschaften aus. Die Polizei war mit mehreren hundert Beamten im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern. Zum sechsten Mal protestieren die Gegner des Bildungsplans.

Nach dem Konzept der Landesregierung sollen Schüler lernen, sexuelle, ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt zu akzeptieren. Die Gegner des Plans kritisieren, das sensible Thema Sexualität überfordere die Kinder. Das Bündnis „Stuttgart ist und bleibt bunt“ wirft ihnen dagegen vor, sie betrieben Ausgrenzung und wollten „sinnvolle Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit“ verhindern.

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