Lebenslange Haft für Angeklagte in „Doppelmord-Verfahren“

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. (Foto: Peter Steffen / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Wegen erpresserischen Menschenraubs sowie Mordes hat das Landgericht Frankenthal eine Angeklagte zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Strafkammer habe es als erwiesen gesehen, dass die Frau als Mittäterin an der Tötung eines Geschäftsmanns beteiligt gewesen sei und den Tod beabsichtigt habe, teilte die Justiz in der pfälzischen Stadt am Montag mit. Die Mordmerkmale der Heimtücke und der Verdeckungsabsicht seien erfüllt, hieß es. Die Kammer stellte die besondere Schwere der Schuld fest - eine Entlassung nach 15 Jahren ist daher nicht möglich. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Richterspruch fiel im sogenannten Doppelmord-Verfahren. Die aus Stuttgart stammende Frau soll zwei Geschäftsleute aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg 2016/17 in eine Lagerhalle in Mannheim gelockt haben. Dann wurden sie überwältigt und getötet. Das Gericht hatte deswegen die Deutsche sowie zwei Männer mit türkischer Staatsbürgerschaft 2018 zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte die Schuldsprüche größtenteils. Die Richter stuften aber den Tatbeitrag der Frau als nicht ausreichend geklärt ein und ordneten eine Neuverhandlung an.

Die Staatsanwaltschaft hatte erneut lebenslange Haft gefordert. Die Verteidiger sprachen sich für höchstens acht Jahre Gefängnis aus. Ursprünglich sollte das Urteil am 8. April fallen, der Termin wurde aber wegen einer Erkrankung verschoben (Az.: 2 Ks 5326 Js 40570/16).

© dpa-infocom, dpa:210419-99-266445/3

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