Lange Haftstrafen für „Black Jackets“ wegen Körperverletzung

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Schwäbische Zeitung

Stuttgart (dpa/lsw) - Für eine brutale und lebensgefährliche Attacke der rockerähnlichen Organisation „Black Jackets“ auf Jugendliche müssen 21 Angeklagte für bis zu sieben Jahre und neun Monate hinter Gitter. Nach Überzeugung des Stuttgarter Landgerichts vom Montag hatten sich elf Angreifer des versuchten Totschlags und der schweren Körperverletzung schuldig gemacht. Zehn Angeklagte wurden wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Mit dem Urteil endete nach mehr als zweieinhalb Jahren und 196 Verhandlungstagen eines der längsten Verfahren am Stuttgarter Landgericht. (Az.: 2 KLs 50 Js 54399/09)

Nach Überzeugung der Kammer waren die Angeklagten am 27. Juni 2009 maskiert auf einen Schulhof in Esslingen gestürmt und hatten ihre Opfer mit Baseballschlägern malträtiert. Drei Jugendliche wurden dabei teils lebensbedrohlich verletzt. Einer verlor durch den Angriff ein Sechstel seiner Gehirnmasse und wird nach Ansicht des Staatsanwalts „nie mehr ein normales Leben führen können“. Der Ankläger hatte Haftstrafen von bis zu sieben Jahren und neun Monaten gefordert.

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