Landfrauen fordern von CDU-Fraktion Wahlrechtsreform
Landfrauen fordern von CDU-Fraktion Wahlrechtsreform (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung
Landes-Korrespondentin

Vor der Krisensitzung der CDU-Fraktion in Sachen Wahlrechtsreform am Dienstagnachmittag haben sich die Landfrauen zu Wort gemeldet. In einem Brief an die Mitglieder der Landtagsfraktion, der der „Schwäbischen Zeitung“ vorliegt, fordert die Arbeitsgemeinschaft der drei Landfrauenverbände die Reform des Landtagswahlrechts.

„Ihre Entscheidung, den Koalitionsvertrag nicht einzuhalten und neue Strukturen zu verhindern können wir nicht nachvollziehen“, heißt es im Brief, den die Präsidentin des Landfrauenverbands Württemberg-Hohenzollern Juliane Vees und die Geschäftsführerin Sabine Schmidt im Namen aller drei Verbände unterzeichnet haben. „Eine Reform des Wahlrechts ist eine Chance für mehr Gleichberechtigung. Die Arbeitsgemeinschaft der Landfrauenverbände Baden-Württemberg fordert die CDU-Fraktion deshalb auf, diese Entscheidung nochmals gründlich zu überdenken. Gleichberechtigung im Wahlrecht stärkt eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Fraktion.“

Mit ihren nach eigenen Angaben 80 000 Mitgliedern gehört die Arbeitsgemeinschaft der Landfrauenverbände zur größten Interessenvertretung für Frauen im ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Der Druck auf die Fraktion und ihren Vorsitzenden Wolfgang Reinhart wächst damit weiter. Unmut über das überraschende Votum vor einer Woche hatten bereits die Grünen, die Frauen Union und etliche Parteiorgane der CDU im Land ausgedrückt.

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