Rhein-Neckar Löwen gegen THW Kiel
Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen jubelt über ein Tor. (Foto: Uwe Anspach/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Nach ihrer furiosen Aufholjagd genossen die Rhein-Neckar Löwen für einige Minuten die Ovationen ihrer Fans - der THW Kiel war da längst in der Kabine verschwunden. Nach einem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand haben die Mannheimer das Topspiel der Handball-Bundesliga am Donnerstagabend noch in einen 26:25 (10:13)-Sieg gedreht und damit ihre Meisterschaftschance gewahrt. „Das ist ein Riesengefühl“, sagte der im zweiten Durchgang überragende Löwen-Keeper Mikael Appelgren.

Die Kieler dagegen rätselten nach ihrem Einbruch in der zweiten Hälfte. „Wir dürfen keine Ausreden suchen. Es lag heute nur an uns“, sagte Hendrik Pekeler. Trotz der ersten Niederlage nach zuvor sechs Siegen nacheinander bleibt der THW Tabellenzweiter, die Löwen verbesserten sich vorerst auf den fünften Rang.

Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer war mit acht Treffern bester Werfer der Gastgeber, die nach 20 Minuten bereits mit 6:13 hinten gelegen hatten. Gegen Ende des ersten Durchgangs wachte die Mannschaft von Trainer Kristjan Andresson dann aber auch dank einer starken Leistung von Torhüter Appelgren auf - und der THW ließ sich offenbar auch von der hitzigen Atmosphäre in der mit 13 200 Zuschauern ausverkauften SAP Arena beeindrucken. Erfolgreichster THW-Werfer war Domagoj Duvnjak mit sieben Toren.

„Die Stimmung war der Wahnsinn“, sagte Löwen-Rechtsaußen Patrick Groetzki. „Es wäre schön, wenn wir bei jedem Heimspiel so eine Atmosphäre hätten.“ Trotzdem entwickelte sich erst spät ein Topspiel, dann aber ein richtiges. Als die Löwen im zweiten Durchgang aufdrehten, gingen auch die Zuschauer mit. Die Begegnung blieb aber eng, weil der THW immer wieder Lücken in der Defensive der Gastgeber fand - allerdings nicht mehr so große wie noch im ersten Durchgang.

In der Anfangsphase hatte der Rekordmeister die Löwen zum Teil vorgeführt. Beim Gastgeber funktionierte zunächst gar nichts. Angesichts der schwachen Löwen-Abwehr musste sich der THW zunächst nicht mal Mühe geben, um zu Toren zu kommen. Nach 20 Minuten lagen die Gäste bereits mit 13:6 vorne - und die Partie schien gelaufen. Dann aber kam die Wende.

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