Kunstwerke nur in außerörtlichen Kreisverkehren prüfen

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Winfried Hermann (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Stuttgart (dpa/lsw) - Bürgerinitiativen und Landratsämter im Südwesten können aufatmen: Kunstwerke in innerörtlichen Kreisverkehren müssen nicht zwingend abgebaut werden. Denn in Ortschaften sei das Tempo des Autofahrers auf höchstens 50 Stundenkilometer begrenzt und seine Aufmerksamkeit generell durch Hindernisse wie parkende Autos oder Häuser geschärft, erläuterte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Damit präzisierte er seinen umstrittenen Erlass vom November 2011.

Allerdings sollen außerörtliche Kreisverkehre weiterhin auf Sicherheit überprüft werden. Bislang wurden 515 Kreisel an Bundes- und Landesstraßen außerorts gecheckt. Dabei waren 197 mit Findlingen oder Bäumen und 96 mit Kunstwerken ausgestattet. Bei mehr als 100 Kreisverkehren ergab sich ein Handlungsbedarf. In 35 Fällen wurden bereits Hindernisse entfernt. Dabei gebe es aber auch Alternativen zum Abräumen, etwa Tempo-Limits oder Warnschilder, betonte Hermann. „Wir sind keine Kunstbanausen, wir sind keine Sturköpfe.“

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