Winfried Kretschmann
Winfried Kretschmann. (Foto: DPA)
Schwäbische Zeitung

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat beim Politischen Aschermittwoch in Biberach die schwierige Regierungsbildung im Bund aufs Korn genommen. „Was ist das für ein Virus, bei dem einer nach dem anderen nicht mehr regieren will“, fragte Kretschmann in der voll besetzten Biberacher Stadthalle mit Blick auf die gescheiterten Jamaika-Verhandlungen und das Zögern der SPD, in eine Koalition einzutreten. „Das ist doch nicht so, dass die Regierung ein Strafbataillon ist und die Opposition eine Reha.“

Kretschmann spottete zudem über die Pläne für die Einrichtung eines Heimatministeriums auf Bundesebene. „Ich finde, bei einem Ministerium sollte man aus dem Namen erkennen, was die dann so machen. Es hat doch jedes Ministerium die Aufgabe, das beste für unser Land zu erreichen!“ der Begriff der „Heimat“ war indes das zentrale Motiv in Kretschmanns Rede, der wie vor ihm Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth deutlich machte, diesen Begriff nicht konservativen oder rechten Kräften überlassen zu wollen. „Wir wollen einen weltoffenen Patriotismus der einschließt nicht ausgrenzt“, so Kretschmann.

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