Kretschmann organisiert Spitze der Regierungszentrale neu

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Winfried Kretschmann (Die Grünen)
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg (Die Grünen). (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Nachfolge für seinen in den Ruhestand getretenen Chef der Staatskanzlei, Klaus-Peter Murawski, geregelt. Die Aufgaben werden auf seine bisherige beamtete Staatssekretärin Theresa Schopper und den bisherigen Abteilungsleiter Florian Stegmann verteilt, wie das Staatsministerium mitteilte. Zuvor hatte die „Südwest Presse“ (Mittwoch) berichtet.

Schopper wird als Staatsministerin Kretschmanns politische Chefberaterin. Stegmann wird als beamteter Staatssekretär Chef der Staatskanzlei. Der Bevollmächtigte des Landes beim Bund, Volker Ratzmann, schaltet sich stärker in die bundespolitische Koordination ein. „Das ist ein gutes Team“, sagte Kretschmann.

Mit dieser hausinternen Verwaltungslösung erspart sich Kretschmann eine Nachfolgedebatte, die möglicherweise in Gang gekommen wäre, hätte er Murawskis Posten mit einem prominenten Politiker von außen besetzt. Murawski, der ein enger Vertrauter Kretschmanns war, war Ende August in den Ruhestand gegangen. Er war zuletzt im Zuge des Stuttgarter Klinikskandals ins Visier der Opposition geraten.

Der schwarze Koalitionspartner begrüßte die nun gefundene Lösung. CDU-Landesgeneralsekretär Manuel Hagel sagte: „Mit Theresa Schopper arbeite ich in Parteifragen bereits bisher bestens zusammen, und Florian Stegmann hat einen klaren Kompass, den er nicht zuletzt als Abteilungsleiter im Staatsministerium etwa bei der Koordination des Dieselthemas bewiesen hat.“ Somit bleibe die grün-schwarze Koalition auch nach Murawskis Ausscheiden bestens aufgestellt, sagte Hagel.

Bisheriger Organisationsplan Staatsministerium

Theresa Schopper

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